Durchsuchungen wegen Kinderpornografie in Thüringen - umfangreiches Material beschlagnahmt

Von Annett Gehler

Erfurt - In 35 Ländern laufen Ermittlungen gegen ein internationales Netzwerk von Pädokriminellen. Auch in Thüringen gibt es Beschuldigte.

Auch in Thüringen gibt es Beschuldigte. (Symbolbild)
Auch in Thüringen gibt es Beschuldigte. (Symbolbild)  © Bodo Schackow/dpa

Im Zuge der Ermittlungen gegen eines der weltweit größten Netzwerke für sexualisierte Gewalt an Kindern stehen auch vier Männer aus Thüringen im Fokus.

Wie das Thüringer Landeskriminalamt auf Anfrage mitteilte, wurden Wohnungen in Mühlhausen, Bad Berka und Triptis durchsucht. Dabei wurde umfangreiches Datenmaterial beschlagnahmt, wie es hieß. Festnahmen habe es keine gegeben.

Laut Europol wurde die internationale Plattform mit fast zwei Millionen Nutzern von Ermittlern aus mehr als 30 Ländern zerschlagen. 79 Menschen wurden festgenommen. Unter Federführung des Bayerischen Landeskriminalamts wurde die Plattform mit dem Namen "Kidflix" vom Netz genommen.

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Nach Angaben von Europol handelt es sich um eine der größten Plattformen dieser Art weltweit – und möglicherweise um den bisher umfangreichsten Schlag gegen Kindesmissbrauch in Europa.

Wie das Thüringer Landeskriminalamt auf Anfrage mitteilte, wurden Wohnungen in Mühlhausen, Bad Berka und Triptis durchsucht. (Archivbild)
Wie das Thüringer Landeskriminalamt auf Anfrage mitteilte, wurden Wohnungen in Mühlhausen, Bad Berka und Triptis durchsucht. (Archivbild)  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Eine der populärsten Plattformen für Pädokriminelle

Die Ermittlungen hatten 2022 begonnen. Vom 10. bis 23. März hatten die Ermittler zugegriffen. Den Angaben zufolge waren Tausende elektronische Apparate und mehr als 91.000 Videos beschlagnahmt worden.

"Kidflix" war nach Angaben von Europol 2021 von Cyberkriminellen errichtet worden und wurde den Angaben zufolge eine der populärsten Plattformen für Pädokriminelle. Über "Kidflix" konnten Nutzer gegen Bezahlung Videos, die sexuellen Missbrauch von Kindern zeigen, laden und auch streamen.

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa

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