Sie sind die Besucher-Lieblinge im Dresdner Zoo: Neues Kapitel der Hugos

Dresden - Die Aldabra-Riesenschildkröten sind eine der Hauptattraktionen im Dresdner Zoo. Diese gepanzerten Riesen gehören zu den größten Landschildkröten der Welt und können bis zu 200 Jahre alt werden. Hugo IV, der älteste und schwerste von ihnen, wurde um 1945 geboren und bringt stolze 220 Kilo auf die Waage.

Die Aldabra-Riesenschildkröte ist der größte Pflanzenfresser ihres Lebensraums und hat keine natürlichen Feinde.
Die Aldabra-Riesenschildkröte ist der größte Pflanzenfresser ihres Lebensraums und hat keine natürlichen Feinde.  © Norbert Neumann

Die Tradition der "Hugos" begann mit Hugo I und Hugo II. 2014 kamen Hugo III und Hugo IV aus einem Zoo nahe Bergamo in Italien dazu.

Der Ursprung des Namens "Hugo" ist nicht genau geklärt. Als die beiden Neuzugänge 2014 nach Dresden kamen, lag es jedoch nahe, die Reihe der Hugos fortzusetzen.

Tierpfleger Michael Scheffert (47) beschreibt sie als entspannte Zeitgenossen: "Eigentlich machen sie den ganzen Tag einen Ruhigen, baden gern und schlafen viel."

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Neuerdings haben die Schildkröten prominente Unterstützer: Die Volkssolidarität Dresden hat anlässlich ihres Jubiläums eine Patenschaft übernommen.

OB Dirk Hilbert (53, FDP, 3.v.l.) war als Schirmherr vor Ort. Auch Hugo IV hat sich auf das Bild geschlichen.
OB Dirk Hilbert (53, FDP, 3.v.l.) war als Schirmherr vor Ort. Auch Hugo IV hat sich auf das Bild geschlichen.  © Norbert Neumann
Laut Tierpfleger Michael Scheffert (47) vertragen sich die drei Herren ganz gut.
Laut Tierpfleger Michael Scheffert (47) vertragen sich die drei Herren ganz gut.  © Norbert Neumann

Hugo IV feiert dieses Jahr seinen 80. Geburtstag

Die Riesenschildkröten zählen zu den absoluten Publikumslieblingen und werden immer wieder gern fotografiert.
Die Riesenschildkröten zählen zu den absoluten Publikumslieblingen und werden immer wieder gern fotografiert.  © Steffen Füssel

"Ich freue mich sehr, dass zwei Dinos des Dresdner gesellschaftlichen Lebens zusammenfinden", lobte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (53, FDP).

Sowohl Volkssolidarität als auch Hugo IV feiern in diesem Jahr 80. Geburtstag. Ralf Leidel (76), Vereins-Chef der Zoo-Freunde, zeigte sich begeistert und spaßt: "Die Schildkröten werden auf jeden Fall auf Rollator und Rollstuhl verzichten."

Mehr als 300 Tierpaten hat der Zoo, doch diese Partnerschaft ist etwas Besonderes. Die Riesenschildkröten faszinieren Besucher mit ihrer imposanten Erscheinung und ihrem gemächlichen Wesen.

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"Aktuell ist der Boden noch zu kalt, da warten wir lieber noch ein paar Wochen länger, bis sie rauskönnen", so Scheffert. Dann können die Besucher die drei Riesen bei schönem Wetter auch auf der Außenanlage betrachten.

Im Dresdner Zoo zählen die Schildkröten zu den ältesten Bewohnern.
Im Dresdner Zoo zählen die Schildkröten zu den ältesten Bewohnern.  © Norbert Neumann

1971 zog der erste Hugo ein

Die Schildkröten haben eine lange Tradition im Dresdner Zoo und haben auch schon so manchen Tierpfleger überdauert.
Die Schildkröten haben eine lange Tradition im Dresdner Zoo und haben auch schon so manchen Tierpfleger überdauert.  © Archivbild

Die Riesenschildkröten sind seit den 1970er-Jahren fester Bestandteil des Zoos.

1971 zog Hugo I als ausgewachsenes Tier ein und wurde zum Synonym für seine Artgenossen. 1974 folgte Hugo II, der bis heute in Dresden lebt.

Doch 2018 endete die lange Lebensreise von Hugo I - ein irreversibler Leberschaden wurde ihm zum Verhängnis.

Heute teilen sich Hugo II, der mit 120 Kilo Kleinste der Gruppe, und die Schwergewichte Hugo III und Hugo IV die Anlage. Hugo II, mit seinem spoilerartigen Panzer, hat im Zoo schon viele Ecken bewohnt – von der Elefanten-Nachbarschaft bis zur Präriehund-Anlage.

Seit knapp einem Jahr bewohnen die Schildkröten das im Juni 2024 fertiggestellte Orang-Utan-Haus.

Titelfoto: Bildmontage: Norbert Neumann (2)

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