Sie sind die Besucher-Lieblinge im Dresdner Zoo: Neues Kapitel der Hugos
Dresden - Die Aldabra-Riesenschildkröten sind eine der Hauptattraktionen im Dresdner Zoo. Diese gepanzerten Riesen gehören zu den größten Landschildkröten der Welt und können bis zu 200 Jahre alt werden. Hugo IV, der älteste und schwerste von ihnen, wurde um 1945 geboren und bringt stolze 220 Kilo auf die Waage.

Die Tradition der "Hugos" begann mit Hugo I und Hugo II. 2014 kamen Hugo III und Hugo IV aus einem Zoo nahe Bergamo in Italien dazu.
Der Ursprung des Namens "Hugo" ist nicht genau geklärt. Als die beiden Neuzugänge 2014 nach Dresden kamen, lag es jedoch nahe, die Reihe der Hugos fortzusetzen.
Tierpfleger Michael Scheffert (47) beschreibt sie als entspannte Zeitgenossen: "Eigentlich machen sie den ganzen Tag einen Ruhigen, baden gern und schlafen viel."
Neuerdings haben die Schildkröten prominente Unterstützer: Die Volkssolidarität Dresden hat anlässlich ihres Jubiläums eine Patenschaft übernommen.


Hugo IV feiert dieses Jahr seinen 80. Geburtstag

"Ich freue mich sehr, dass zwei Dinos des Dresdner gesellschaftlichen Lebens zusammenfinden", lobte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (53, FDP).
Sowohl Volkssolidarität als auch Hugo IV feiern in diesem Jahr 80. Geburtstag. Ralf Leidel (76), Vereins-Chef der Zoo-Freunde, zeigte sich begeistert und spaßt: "Die Schildkröten werden auf jeden Fall auf Rollator und Rollstuhl verzichten."
Mehr als 300 Tierpaten hat der Zoo, doch diese Partnerschaft ist etwas Besonderes. Die Riesenschildkröten faszinieren Besucher mit ihrer imposanten Erscheinung und ihrem gemächlichen Wesen.
"Aktuell ist der Boden noch zu kalt, da warten wir lieber noch ein paar Wochen länger, bis sie rauskönnen", so Scheffert. Dann können die Besucher die drei Riesen bei schönem Wetter auch auf der Außenanlage betrachten.

1971 zog der erste Hugo ein

Die Riesenschildkröten sind seit den 1970er-Jahren fester Bestandteil des Zoos.
1971 zog Hugo I als ausgewachsenes Tier ein und wurde zum Synonym für seine Artgenossen. 1974 folgte Hugo II, der bis heute in Dresden lebt.
Doch 2018 endete die lange Lebensreise von Hugo I - ein irreversibler Leberschaden wurde ihm zum Verhängnis.
Heute teilen sich Hugo II, der mit 120 Kilo Kleinste der Gruppe, und die Schwergewichte Hugo III und Hugo IV die Anlage. Hugo II, mit seinem spoilerartigen Panzer, hat im Zoo schon viele Ecken bewohnt – von der Elefanten-Nachbarschaft bis zur Präriehund-Anlage.
Seit knapp einem Jahr bewohnen die Schildkröten das im Juni 2024 fertiggestellte Orang-Utan-Haus.
Titelfoto: Bildmontage: Norbert Neumann (2)