Teures Orang-Utan-Haus und Bauverzug: Dresdner Zoo erhöht Preise
Dresden - Zum Jahreswechsel angekündigt, ab 1. Juli nun wirksam: Nach der Eröffnung des neuen Orang-Utan-Hauses erhöht der Zoo Dresden die Eintrittspreise und führt eine Sommer- und Wintersaison ein.
Statt 16 Euro zahlt ein erwachsener Besucher bald 19 Euro für ein Tagesticket im Sommer. Die letzte Preiserhöhung gab es 2021.
"Auch der Zoo ist ein Wirtschaftsbetrieb. Wir haben uns bereits 2023 im Aufsichtsrat darüber verständigt, dass die steigenden Kosten und auch die Tariferhöhungen für die Mitarbeiter nicht nur von der Stadt übernommen, sondern auch teilweise über die Eintrittspreise gedeckt werden sollen", erklärt Zoodirektor Karl-Heinz Ukena (53).
Den Kosten stehen außerdem Besucherzahlen gegenüber, die zwar steigen, aber bis dato nicht an das Vor-Corona-Niveau herankamen. 2023 zählte der Zoo knapp 800.000 Gäste.
"Wäre das Orang-Utan-Haus wie geplant zu Ostern fertig gewesen, hätten wir in diesem Jahr auf eine Million Besucher gehofft. Jetzt rechnen wir realistisch mit 750.000 Gästen. Über alles, was darüber liegt, würden wir uns sehr freuen", so Ukena.
Zum Vergleich: Das Jahr 1974 hält den Rekord mit 1,2 Millionen Besuchern.
Keine Preiserhöhungen für Kita- und Schulgruppen
In der neuen Sommersaison (1. März bis 31. Oktober) kostet nun das Tagesticket 19 Euro (vorher 16 Euro). Kinder zahlen zehn Euro (vorher acht Euro), das Familienticket wurde von 43 auf 55 Euro angehoben.
Kleiner Trost: In der Wintersaison vom 1. November bis 28. Februar gelten weiterhin die alten Preise.
Neu eingeführt wird ein Ticket für kleine Familien (1 Erwachsener, 3 Kinder) für 38 Euro im Sommer, 30 Euro im Winter. Die Jahreskarte steigt von 46 auf 55 Euro, rentiert sich also mit dem dritten Zoobesuch.
Nicht betroffen von der Preiserhöhung sind Kita- und Schulgruppen.
Titelfoto: Bildmontage: Norbert Neumann