Nach dem Tod ihrer Mutter: So gut machen sich die Otter-Babys im Zoo Dresden

Dresden - Vor gut einem Monat starb Glattotter-Weibchen Diyala plötzlich im Dresdner Zoo – nur sechs Wochen nach der Geburt ihrer Jungen. Mittlerweile sind die Jungtiere zehn Wochen alt und halten das Gehege auf Trab.

Aus der Hand isst es sich doch am besten: Mittlerweile haben sich die Jungtiere an feste Nahrung wie Fisch und Gehacktes gewöhnt.
Aus der Hand isst es sich doch am besten: Mittlerweile haben sich die Jungtiere an feste Nahrung wie Fisch und Gehacktes gewöhnt.  © Steffen Füssel

Die Todesursache des Muttertieres war bislang unklar. "Eine Obduktion ergab nun eine unentdeckte Herzerkrankung", so Tierpfleger Roman Richter (35).

Fünf Jungtiere hatte Diyala zur Welt gebracht – eines war bereits bei der Geburt gestorben, ein weiteres musste vor ein paar Tagen eingeschläfert werden. "Es kam mit der Entwicklung nicht mit", sagt Kurator Matthias Hendel (42).

Die übrigen drei – zwei Weibchen und ein Männchen – sind fit, mobil und fressen inzwischen ganze Fische. Die Pfleger übernahmen die Aufzucht mit Welpenmilch und Fischbrei.

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Zoo Dresden Sie sind die Besucher-Lieblinge im Dresdner Zoo: Neues Kapitel der Hugos

Seit Kurzem übernimmt Vater Ravi die Erziehung: Er spielt mit dem Nachwuchs, trägt sie herum. Ab Montag sollen die drei dauerhaft bei ihm leben.

Noch trauen sich die Jungtiere nicht ohne den Pfleger ins Wasser – obwohl sie schon schwimmen und tauchen können.
Noch trauen sich die Jungtiere nicht ohne den Pfleger ins Wasser – obwohl sie schon schwimmen und tauchen können.  © Steffen Füssel

Der Zoo ist der einzige in Deutschland mit Glattottern. Die seltene Art aus Südostasien gilt als gefährdet. Ziel ist eine stabile Zucht. "Langfristig brauchen wir ein neues Weibchen für Ravi", sagt Hendel.

Sobald die Jungen geschlechtsreif sind, werden sie an andere Zoos abgegeben. Wann Besucher die Jungtiere zu sehen bekommen, ist allerdings noch offen.

Titelfoto: Steffen Füssel

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