Dresdens neuer Haushalt: Was bedeutet das für DVB, Kita und Co.?
Dresden - Endlich! Nach monatelangem Ringen hat der Stadtrat unter Moderation von OB Dirk Hilbert (53, FDP) wie berichtet einen Haushalt beschlossen. Was das für Dresden bedeutet?
Verkehrsbetriebe
Der Zuschuss für die DVB wird um 8 Millionen Euro erhöht, das Angebot nur geringfügig gekürzt: Linie 87 endet in Tolkewitz statt in Striesen, Linie 74 fährt verkürzt, Linie 7 zwischen Gorbitz und Pennrich im 20-Minuten-Takt, ebenso die Linie 88.
Zusammenlegung der Linien 73/76. Angebotsreduzierung in den Ferien.

Kita-Gebühren
Erhöhung der Elternbeiträge: Für ein Krippenkind werden monatlich ab sofort 250 Euro (knapp 8 Euro mehr) fällig.
Im Kindergarten steigen die Gebühren um 22 Euro (auf 199 Euro). Im Hort zahlen Eltern pro Kind 10 Euro mehr (insgesamt 111 Euro).

Parken
Die ursprünglich geplante Ausweitung der Parkgebühren auf Sonntag wurde abgewendet.
Dafür verteuert sich das Anwohnerparken, kostet bald 75 statt 30 Euro pro Jahr. Für zwei Jahre steigt der Preis für die grüne Karte von 50 auf 135 Euro.

Elbamare
Für Ankauf und Sicherung des Gorbitzer Badetempels sieht der Haushalt 4,5 Millionen Euro vor.
Zur Deckung der laufenden Kosten werden in diesem Jahr 1,35 und ab 2026 dann 1,5 Millionen Euro bereitgestellt.

Verwaltung
In den nächsten zwei Jahren werden 15 Millionen Euro eingespart.
Zum Maßnahmenkatalog gehören die Zusammenlegung von Aufgaben verschiedener Ämter sowie ein Stellenabbau um fünf Prozent.
Steuern
Die Grundsteuer soll ab 2027 angehoben werden, eine Million Euro pro Jahr zusätzlich einbringen.
Durch eine Erhöhung der Zweitwohnsitzsteuer (2026) rechnet das Rathaus jährlich mit 700.000 Euro mehr.
Titelfoto: Bildmontage: Norbert Neumann, Jan-Philipp Strobel/dpa, Monika Skolimowska/dpa