Neue Studie deckt auf: So mobil sind die Dresdner wirklich
Dresden - Wie sich die Dresdner durch die Stadt bewegen, verändert sich. Während immer mehr Menschen zu Fuß unterwegs sind, nimmt die Beliebtheit und Wegstrecke bei einer Verkehrsform ab. Das Rathaus hat dazu neue Zahlen präsentiert.

Zwischen 2500 und 4500 Euro kostet mittlerweile ein Autoführerschein (Klasse B). Teuer!
Die Preise sind in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Ein Grund, warum immer mehr junge Menschen keinen Lappen besitzen. Das lässt sich auch in Dresden beobachten: Von den 17- bis 25-Jährigen hat nur noch jeder Zweite die Fahrerlaubnis. Vor fünf Jahren waren es noch 70 Prozent.
Besonders drastisch ist der Rückgang bei jungen Männern: Hier ging der Anteil von 81 Prozent (2013) auf 52 zurück!
"Diese Entwicklung hat auch Auswirkungen auf Unternehmen, die nach Mitarbeitern oder Azubis suchen", betont Frank Fiedler (49), Abteilungsleiter beim Amt für Stadtplanung und Mobilität.
"Viele fragen sich schon im Bewerbungsprozess, wie sie die Arbeit mit dem Rad oder der Bahn erreichen können."
Dann doch lieber zu Fuß! Immer weniger Dresdner nutzen das Auto

Und auch in der Großaufnahme zeigt sich: Die Dresdner nutzen immer seltener das Auto. Stand der Pkw bei der Erhebung im Jahr 2018 noch auf Platz eins der Verkehrsmittelwahl (36 Prozent), reichte es 2023 nur noch für Platz zwei (29 Prozent).
Eine relative Mehrheit geht die meisten Wege mittlerweile zu Fuß (34 Prozent, 2018: 26). Der Anteil von Bus und Bahn (21 Prozent) und des Fahrrads (16 Prozent) im Stadtgebiet blieben nahezu unverändert.
Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn (45, Grüne) sieht sich in seinem Kurs bestätigt: "Dresden als eine 'Stadt der kurzen Wege' mit hoher Aufenthaltsqualität wird gut angenommen."
Der Beigeordnete möchte deshalb auch zukünftig an den sogenannten Sharing-Angeboten festhalten.
Das gelbe Mobi-Bike wird mittlerweile von 13 Prozent der Bürger genutzt. Insgesamt 3300 Dresdner nahmen an der repräsentativen Befragung "Mobilität in Städten" (unter Leitung der TU) teil. Die Daten wurden vor dem Einsturz der Carolabrücke ermittelt.
Titelfoto: Fotomontage:Petra Hornig,Ove Landgraf