Louisenfest 2025: Wird es die BRN-Alternative in der Neustadt?

Dresden - Seit 2023 veranstaltet Albrecht Heinke (34) ein eigenes Fest für die Louisenstraße in der Neustadt. Dieses Jahr will er sein Louisenfest vergrößern: mehr Bühnen für Musiker aufstellen, im Alaunpark feiern. Nur die Organisation ist ein riesiger Kraftakt.

Trotz Riesenaufwand: Albrecht Heinke (34) plant ein größeres Louisenfest.
Trotz Riesenaufwand: Albrecht Heinke (34) plant ein größeres Louisenfest.  © Norbert Neumann

Eigentlich hat Albrecht Heinke (mit seinem Verein "SAF") große Pläne für sein drittes Louisenfest am 20. und 21. Juni. Diesmal soll es nicht drei, sondern acht Bühnen; zwei Bierstände statt einem und außerdem Stände in den Nachbarstraßen geben. Geschätzte Kosten: über 100.000 Euro, unter anderem für Security (20.000 Euro) und eine Tramumleitung (14.000 Euro).

Die Hälfte soll der Stadtbezirk beisteuern. "Das Fest muss wachsen, damit es sich irgendwann finanziell trägt", erklärt Heinke.

Doch schon die Party-Organisation zehrt an seinen Nerven. "Ein Aspekt ist die Abstimmung mit der Stadtverwaltung." Die Prozesse seien teils zäh, die Auflagen zahlreich und teilweise ausufernd. "Laut Sicherheitskonzept sollen wir auf Sommerhagel vorbereitet sein. Ist das wirklich notwendig?", fragt er.

Vor wenigen Jahren war die BRN ein riesiges Festspektakel in der Neustadt - auch auf der Louisenstraße.
Vor wenigen Jahren war die BRN ein riesiges Festspektakel in der Neustadt - auch auf der Louisenstraße.  © imago images/Sven Ellger

Immer wieder gibt es Kritik

Auch nicht immer einfach: Die Abstimmung mit Musikern, Händlern - oder Anwohnern, die Lärm und Sauftourismus kritisieren. Trotzdem glaubt der Party-Veranstalter fest daran, dass die Neustadt das Stadtteilfest haben will, der Beirat 50.000 Euro Förderung bewilligt.

Langfristige Hoffnung von Heinke: Eine Wiederbelebung der Bunten Republik Neustadt als Fest der Freiheit und Selbstverwaltung. "Dafür braucht es aber den Gemeinschaftswillen der Nachbarn. Noch sind wir längst nicht so weit."

Wer als Anwohner oder Helfer den Verein kontaktieren will: Die Vereinsmitglieder sind per Mail erreichbar (Louisenfest@outlook.de) und jeden Dienstag um 19 Uhr in der Shisha-Bar "Habibi" anzutreffen.

Titelfoto: Bildmontage: Norbert Neumann, imago images/Sven Ellger

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