Radfahrer-Problem auf Hauptstraße: "Nicht mehr tragbar"
Dresden - Angesichts des heiß debattierten Radfahrer-Problems auf der Hauptstraße in Dresden fordert die CDU-Stadtratsfraktion endlich Klartext.

"Die Konflikte zwischen Fuß- und Radverkehr haben für viele Anwohnende, Gewerbetreibende und Besucher der Neustadt ein nicht mehr tragbares Ausmaß erreicht", schreibt die Fraktion in ihrer Mitteilung.
Stadtrat Johannes Schwenk (32) pocht dabei auf eine faire Lösung: "Ein generelles Verbot des Radverkehrs auf der Hauptstraße lehnen wir ab – ebenso wie eine einseitige Auslegung zulasten der Fußgängerinnen und Fußgänger."
Darüber hinaus müsse die Stadt hier zügig die Initiative ergreifen. Für Schwenk wirke das aktuelle Vorgehen eher planlos: "Leider erleben wir in der Verwaltung – insbesondere bei der Koordination zwischen Denkmalpflege, Grünflächenamt und dem Geschäftsbereich von Bürgermeister Stephan Kühn – bislang zu wenig Struktur, zu viele vage Aussagen und keine erkennbare Linie."
Einen konkreten Vorschlag zur Lösung unterbreitet die CDU in ihrer Mitteilung jedoch nicht. Während das Team Zastrow beispielsweise ein Radfahrerverbot während der Geschäftszeiten forderte, will die CDU erst zu Beginn der kommenden Woche gemeinsam mit den Betroffenen im Rahmen einer Einwohnerversammlung einen Lösungsvorschlag erarbeiten.

Schwenk ließ bereits durchblicken, dass er zur Verbesserung der Verkehrslage am Goldenen Reiter auch bauliche Maßnahmen nicht scheue: "Immer im Rahmen des Denkmalschutzes, aber mit der nötigen Entschlossenheit."
Titelfoto: Bildmontage: Ove Landgraf, Thomas Türpe