Landesausstellung in Planung! Albrechtsburg soll 300.000 Besucher locken
Meißen - Der Termin ist zwar erst in fünf Jahren - doch Sachsen bereitet sich schon jetzt auf seine 5. Landesausstellung vor. Sie soll ab April 2029 für ein Jahr lang auf der Albrechtsburg in Meißen der sächsischen Identität auf den Grund gehen und 1100 Jahre sächsische Geschichte präsentieren. Acht Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung.
Die letzte Landesausstellung fand 2020 unter dem Thema "500 Jahre Industriekultur in Sachsen" in Zwickau statt - wegen Corona konnten sie nur etwa 100.000 Gäste besuchen. Meißen könnte rund 300.000 Besucher locken, wagt Tourismus-Ministerin Barbara Klepsch (59, CDU) eine vorsichtige Schätzung.
Was bekommen sie zu sehen? Eine Landesausstellung, die sich über drei Schlossetagen ziehen wird, mit den thematischen Schwerpunkten: Raum, Herrschaft, Innovation, Kultur, Glaube, Begegnung.
"Besonderes Augenmerk gilt den ländlichen Regionen", so Schlösserland-Chef Christian Striefler (62). Man werde deshalb "wie ein Staubsauger in Sachsen einfangen, was die Menschen zu diesen Themen einbringen können".
"Für Sachsen ist die große Chance dieser Landesausstellung, über uns selbst nachzudenken, uns dem zu vergewissern, was uns verbindet, was wir als gemeinsame Geschichte tragen und wie wir daraus eine Zukunftsperspektive entwickeln können", so Klepsch. Die spätgotische Albrechtsburg, als Wiege Sachsens und erster Schlossbau Deutschlands, bietet den richtigen und mit rund 30 Millionen Euro wunderbar sanierten Ort.
"Entgegen anderen Landesausstellungen müssen keine Baumaßnahmen vorgenommen werden. Die Albrechtsburg bietet genügend Platz und ist der erhofft großen Besucherzahl gewachsen", versichert Dirk Welich (58), Schlösserland-Bereichsleiter Museen.
Titelfoto: Holm Helis