Erster Blick ins neue Schmuck-Paradies: Wempe vergrößert sein Luxusrevier am Neumarkt

Dresden - Luxus-Juwelier Wempe (Jahresumsatz 650 Millionen Euro) baut bei laufendem Betrieb seine ehemals kleine Boutique (65 Quadratmeter) am Dresdner Neumarkt in einen Luxustempel um. Bis Mitte November entsteht über zwei Etagen (380 Quadratmeter) eine Filiale mit Weltklasse-Niveau. TAG24 durfte einen ersten Blick in das Schmuck-Paradies werfen.

Blick in einen bereits fertigen Teil im Obergeschoss des neuen Wempe-Tempels. Hinten (Mitte) der vermeintliche Spiegel.
Blick in einen bereits fertigen Teil im Obergeschoss des neuen Wempe-Tempels. Hinten (Mitte) der vermeintliche Spiegel.  © Norbert Neumann

Stolz zeigt Geschäftsführer Ralf Pfeiffer (54) den bereits fertigen Bereich in der oberen Etage. Die Wände sind mit 0,8-Millimeter-Furnier verkleidet - geschnitten aus einem einzigen Baum.

"Insgesamt verarbeiten wir rund 250 Quadratmeter Furnier eines Nussbaumes, der in Frankreich nahe Lyon gefällt wurde", verrät Matthias Fischer (57), Chef der "Engelstädter Tischlerei" in Radebeul. "Das ist wirklich ein ganz besonderer Auftrag für uns."

Wie ein Gemälde zieht sich die Maserung des Holzes über die Wände. Eingelassen sind Vitrinen für Schmuck und Uhren.

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"Das Highlight ist dieser Spiegel", schmunzelt Pfeiffer. Hinter ihm verbirgt sich ein Tresor für besondere Uhreneditionen - ausgestattet mit fünf Fächern und 27 Uhrenbewegern, verkleidet mit gelbem Leder, "signiert" mit dem Dresdner Stadtwappen.

"Während sich der Kunde noch im Spiegel betrachtet, erscheint zuerst eine Uhr zum Zeitvergleich, dann öffnen wir den Tresor." Wer sich in den Safe verliebt, kann ihn auch kaufen - für 110.000 Euro.

Geschäftsführer Ralf Pfeiffer (54) öffnet den Tresor der Firma Eugen & Zörweg hinter dem Spiegel.
Geschäftsführer Ralf Pfeiffer (54) öffnet den Tresor der Firma Eugen & Zörweg hinter dem Spiegel.  © Norbert Neumann
Eine logistische Herausforderung mit einigen Umzügen: Der Ausbau verläuft parallel zum Tagesgeschäft.
Eine logistische Herausforderung mit einigen Umzügen: Der Ausbau verläuft parallel zum Tagesgeschäft.  © Norbert Neumann

Ralf Pfeiffer: "Wir wollen nichts weniger als der Hotspot in Dresden werden"

Die Uhrmacher Torsten Strecker (45, l.) und Jens Goetzke (58) bekommen im Erdgeschoss eine eigene Werkstatt.
Die Uhrmacher Torsten Strecker (45, l.) und Jens Goetzke (58) bekommen im Erdgeschoss eine eigene Werkstatt.  © Norbert Neumann

Im Obergeschoss werden die Marken Rolex, Tudor, Hublot, Cartier präsentiert. "Eine Breitling-Bar wird demnächst eingebaut", so Pfeiffer. Neue Marken kommen hinzu: Never Not, Roberto Cain und Isabelle Fa.

"Wir wollen nichts weniger als der Hotspot in Dresden werden, auch junge Menschen ins Geschäft ziehen." Es gibt schließlich auch coole Armbänder für 100 Euro. Im Untergeschoss richtet sich eine Uhrmacherwerkstatt ein, wird Schmuck funkeln.

Davor sind noch ein Wanddurchbruch zu stemmen und eine atemberaubende, scheinbar schwebende Eingangstreppe einzubauen - dann erstreckt sich Wempe über drei Hausfassaden! Wundervoll miteinander verbunden von der Hamburger Architektin Anna Nicolas.

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Für die wertvollen Zeitmesser und Geschmeide rüstet der Luxus-Tempel sicherheitstechnisch auf: Dickes Panzerglas schützt alle Etagen. Der alte 2,8 Tonnen schwere Tresor wird umgesetzt und bekommt einen "Bruder".

Mit edlen Zeitmessern erwirtschaftet Wempe 80 Prozent seines Umsatzes. Mit dem Ausbau soll auch der Schmuckverkauf forciert werden.
Mit edlen Zeitmessern erwirtschaftet Wempe 80 Prozent seines Umsatzes. Mit dem Ausbau soll auch der Schmuckverkauf forciert werden.  © Norbert Neumann
Der alte Standort im Eckhaus wird in der ersten Etage um ein Haus in der zweiten Etage um zwei Häuser erweitert.
Der alte Standort im Eckhaus wird in der ersten Etage um ein Haus in der zweiten Etage um zwei Häuser erweitert.  © Norbert Neumann

Alles in allem lässt sich Wempe-Inhaberin Kim Eva Wempe (61) den Ausbau einen mittleren einstelligen Millionenbetrag kosten. "Das ist ein Bekenntnis zum Standort Dresden", sagt Pfeiffer.

Titelfoto: Bildmontage: Norbert Neumann (3)

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