Widerstand gegen Räumung: Dresdens letzte Freistätte kämpft ums Überleben
Dresden - Anwohner-Beschwerden, Lärmbelästigung, mangelnde Verkehrssicherheit: Drei Gründe, wieso die "Globus Holding GmbH und Co. KG" den Mietern und Bewohnern des Alten Leipziger Bahnhofs (ALB) zum 31. März gekündigt hatte. Einen Tag nach der Kündigung zeigt sich: Noch behauptet sich Dresdens letzte Freistätte gegen die drohende Räumung.

Auf dem Wagenplatz sind Lücken entstanden. Hinter der Synagoge, auf der weitläufigen Freifläche, sind die Zelte verschwunden.
In der "Hanse 3", in der mehrere Vereine Obdach und rund 50 Dresdner Künstler Ateliers gefunden haben, sind die Türen verschlossen.
Noch im Februar hatte der Dresdner Künstler David Adam (54) aus der Hanse 3 verzweifelt bekundet: "Wir müssen alles eintüten oder wegwerfen."

Nach der Kündigung wird vor Ort von den Bewohnern und Künstlern geäußert, man habe sich gemeinsam dazu entschlossen, auf dem Alten Leipziger Bahnhof "eine einvernehmliche Lösung" mit dem Grundstückseigentümer Globus zu suchen.
Dieser schweigt auf Nachfrage zur Zukunft des ALB.
Titelfoto: Montage: Norbert Neumann, Thomas Türpe