Diese Clowns sorgen in Dresdner Pflegeheim für gute Laune

Dresden - Der Alltag im Pflegeheim kann ziemlich dröge sein. Umso schöner, wenn Menschen Freude an solche Orte bringen. Das hat sich der gemeinnützige Verein "Die Roten Nasen" zur Aufgabe gemacht: Sie schicken professionell ausgebildete Clowns in Einrichtungen, um dort mit Musik, Tanz und Humor für Abwechslung zu sorgen.

Die Künstlerinnen Elisa Mendt (41, M.) und Yaëlle Dorison (43, r.) stimmen jeden Tanz, jedes Gespräch und jedes Lied individuell auf die Heimbewohner ab.
Die Künstlerinnen Elisa Mendt (41, M.) und Yaëlle Dorison (43, r.) stimmen jeden Tanz, jedes Gespräch und jedes Lied individuell auf die Heimbewohner ab.  © Norbert Neumann

Seit fünf Jahren schon kommen die Spaßmacher auch ins DRK-Pflegeheim in Pieschen. Zweimal im Monat sorgen sie dort für heitere Momente.

"So entsteht eine Beziehung zwischen Heimbewohner und Clowns. Das fördert kognitive Fähigkeiten", betont DRK-Sprecherin Ulrike Peter (46). Die Clowns musizieren, tanzen und improvisieren gemeinsam mit den Pflegebedürftigen - ganz auf den Einzelnen abgestimmt.

"Herrlich, das sind Menschen, die bringen richtig Schwung rein", freut sich Heimbewohnerin Erika Rozum (82) nach einer Gesangseinlage mit den Clowns.

Dresden: Eröffnung auf dem Theaterkahn: Mit Krypto-Plan zur neuen Brasserie
Dresden Kultur & Leute Eröffnung auf dem Theaterkahn: Mit Krypto-Plan zur neuen Brasserie

Bevor professionell ausgebildete Künstler als "Rote Nasen Clowns" arbeiten, absolvieren sie eine spezielle Ausbildung. "Hier werden sie sowohl künstlerisch als auch medizinisch auf die Auftritte vorbereitet", erklärt der künstlerische Leiter der Roten Nasen, Reinhard Horstkoppe (58).

Mit Bewohnerin Erika Rozum (82, v.l.) singen die "Clowns" das Kinderlied "Alle Vögel sind schon da".
Mit Bewohnerin Erika Rozum (82, v.l.) singen die "Clowns" das Kinderlied "Alle Vögel sind schon da".  © Norbert Neumann

Künstlerin Elisa Mendt (41) zieht viel Kraft aus ihrer Tätigkeit: "Wir sind heute die, die Licht in die Einrichtung bringen. Das ist sehr befriedigend."

Doch auch emotionale Momente gehören dazu - etwa, wenn ein Bewohner verstirbt. "Wir tauschen uns nach unseren Auftritten aus. Das hilft", so Yaëlle Dorison (43).

Titelfoto: Norbert Neumann

Mehr zum Thema Dresden Kultur & Leute: