10.000 Euro: Dresdner Friedenspreis für ein Gericht

Dresden - Die Initiative Friedenspreis Dresden ehrt in diesem Jahr den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Dessen Präsident Marko Bošnjak (50) nahm den Preis am Sonntag in der Semperoper entgegen.

Ausgezeichnet: EGMR-Präsident Marko Bošnjak (50) nahm in der Semperoper den Friedenspreis für die Institution entgegen.
Ausgezeichnet: EGMR-Präsident Marko Bošnjak (50) nahm in der Semperoper den Friedenspreis für die Institution entgegen.  © Thomas Türpe

Der EGMR gehört zum Europarat und wurde 1959 in Straßburg errichtet. Er entscheidet über Beschwerden, in denen eine Verletzung der in der Europäischen Konvention zum Schutz der Grundfreiheiten niedergelegten Rechte gerügt wird.

"Nach Ansicht des Preisgremiums spendet eine Institution wie der EGMR gerade jetzt, wenn in Europa wieder ein Krieg wütet und viele Menschen den Glauben an Recht und Gerechtigkeit verloren haben, neuen Mut und neue Hoffnung", teilten die Veranstalter mit.

Den Friedenspreis Dresden gibt es seit 2010. Im vergangenen Jahr war dem russischen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny (†47) die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung posthum verliehen worden.

Titelfoto: Thomas Türpe

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