400 Millionen Euro Kredit für Dresdens neue Stromtrassen

Dresden - Über diesen 400-Millionen-Euro-Kredit ist SachsenEnergie stolz wie Bolle. Denn die Europäische Investitionsbank (EIB) macht nicht mit jedem Geschäfte. Die vielen Millionen fließen bis 2027 zu großen Teilen in Dresdens Stromtrassen, pünktlich zur Ansiedlung der Chipfabriken.

Umspannwerke und Stromleitungen in Dresden und den Landkreisen Meißen, Bautzen, Görlitz und Sächsische Schweiz sollen dank Kredit leistungsfähiger werden.
Umspannwerke und Stromleitungen in Dresden und den Landkreisen Meißen, Bautzen, Görlitz und Sächsische Schweiz sollen dank Kredit leistungsfähiger werden.  © Holm Helis

Unter anderem werden so der Bau von 50 Kilometern Hochspannungsleitungen durch die Stadt bezahlt, ebenso die Erweiterungen der Umspannwerke Rähnitz, Räcknitz und Dresden Nord.

Ohne Kredit sei die Finanzierung unmöglich, sagt OB Dirk Hilbert (53, FDP), zugleich Aufsichtsrats-Chef von SachsenEnergie. "Die Kreditlaufzeit beträgt 25 Jahre. Wir sind dankbar, einen langfristigen Partner gefunden zu haben", so Vorstands-Chef Frank Brinkmann (58).

EIB-Vizechefin Nicola Beer (55, FDP) reiste zur Kreditunterzeichnung aus Luxemburg an. Zwölf Monate lang prüfte ihre Investitionsbank das Netzausbau-Vorhaben (Gesamtinvestitionsvolumen: 732 Millionen Euro), im Januar genehmigte sie das Darlehen.

SachsenEnergie-Chef Frank Brinkmann (58, r.) ist auf Wachstumskurs. Die Vizepräsidentin der Europäischen Investitionsbank Nicola Beer (55, FDP) reiste zur Kreditunterzeichnung nach Dresden.
SachsenEnergie-Chef Frank Brinkmann (58, r.) ist auf Wachstumskurs. Die Vizepräsidentin der Europäischen Investitionsbank Nicola Beer (55, FDP) reiste zur Kreditunterzeichnung nach Dresden.  © Bildmontage: Holm Helis

"Mit dem Ausbau des Stromnetzes bringen wir gemeinsam die Energiewende voran. Außerdem werden Anreize für weitere Ansiedlungen gesetzt", erklärte Beer.

Mit Blick auf hitzige Debatten über Starkstromkabel und ihre Magnetfelder - jüngst in Hellerau - warb Oberbürgermeister Hilbert: "Wir kommen um den Netzausbau nicht umhin. Ängste vor Gesundheitsrisiken sind unbegründet. Ich appelliere daran, sich ernsthaft mit dem Thema auseinanderzusetzen."

Titelfoto: Bildmontage: Holm Helis

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