Ausstellung "Olicía - Out of the Blue" in der robotron-Kantine: Ping-Pong der Künste

Dresden - Das Duo Olicía, bestehend aus den Musikerinnen und Komponistinnen Fama M'Boup (30) und Anna-Lucia Rupp (32), hat ein neues Album aufgenommen. Erstmal nichts Ungewöhnliches. Doch entstanden die Songs von "Out of the Blue" im Dialog mit bildenden Künstlern. Das Kunsthaus Dresden präsentiert Musik und Kunstwerke gemeinsam in der Ausstellungs- und Konzert-Reihe "Olicía - Out of the Blue: THE EXHIBITION" in der robotron-Kantine.

Stellen ihr Album "Out of the Blue" in der robotron-Kantine vor: Fama M'Boup (30, l.) und Anna-Lucia Rupp (32) sind Olicía.
Stellen ihr Album "Out of the Blue" in der robotron-Kantine vor: Fama M'Boup (30, l.) und Anna-Lucia Rupp (32) sind Olicía.  © Norbert Neumann

Fürs Kunsthaus ist diese Woche ohnehin Anlass zu großer Freude: Nach der Bewilligung städtischer Eigenmittel für die geplante Sanierung der robotron-Kantine müssten zugesagte Mittel in Millionenhöhe aus dem Bundesprogramm "Nationale Projekte des Städtebaus" nicht verfallen.

Kunsthaus-Leiterin Christine Mennicke-Schwarz (56): "Wir sind sehr erleichtert, dass die Instandhaltung gesichert ist." Das Gebäude soll nun fester Standort des Kunsthauses werden.

Grund zum Feiern, was man mit der neuen Ausstellung seit gestern tut. Die zehntägige Reihe "Olicía - Out of the Blue - THE EXHIBITION" ist dem Wechselspiel der Inspiration zwischen Kunst, Design, Handwerk, Fotografie und Musik gewidmet.

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Denn Album wie Ausstellung feiern das Unerwartete und Spontane kreativer Schaffensprozesse. Erfahrbar wird, wie Songs, Gedichtzeilen und ganze Kunstwerke entstehen.

Das Duo Olicía stellt am Freitag ihr Album in der Ausstellung vor

Malerin Claudia Kleiner (39) erklärt den Schaffensprozess ihrer Bilderreihe "Kleine Töne" nach dem Olicía-Song.
Malerin Claudia Kleiner (39) erklärt den Schaffensprozess ihrer Bilderreihe "Kleine Töne" nach dem Olicía-Song.  © Norbert Neumann

Fama M'Boup und Anna-Lucia Rupp haben vor der Albumproduktion Kontakt zu sieben Künstlern gesucht. "Nach unserem ersten Album 'Liquid Lines' fanden wir, dass für das zweite noch jemand dazukommen kann", so M'Boup.

Mit Künstlerinnen und Künstlern sprach man erst über Dinge, die alle schon einmal machen wollten. Rupp sagt: "Dann entwickelte sich eine Art Ping-Pong-Prozess." Jedem Kunstpartner gab man einen Song, von denen diese sich inspirieren ließen. Ihre Arbeiten flossen selber wieder in die Kompositionen ein und inspirierten überdies noch sieben Ein-Minuten-Songs, zu denen Filmemacherin Lisa Hoffmann zusätzlich Videos drehte.

Alles zusammen ist nun in der Ausstellung zu sehen und zu hören. Olicía beschreiben ihre Musik als Electronic Handmade Loop Jazz, so wurden Loops und Schallwellen visualisiert, in digitalen Grafiken oder einer Schmuck- und Textil-Kollektion.

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Die Dresdner Malerin Claudia Kleiner (39) etwa hat jede Tonspur des Songs "Kleine Töne" in ein Bild übersetzt: "Die Bildschichten überlagern sich, sind aber durchlässig und einer Partitur ähnlich."

Freitagabend, 20 Uhr, stellen Olicía ihr Album in der Ausstellung vor, weitere Konzerte vor goldglitzernder Bühnenkulisse organisiert bis zum 13. April unter anderem das Veranstaltungskollektiv dasKONZERTs. "Für uns sind die zehn Tage wie ein kleines Festival", so Mennicke-Schwarz. Der Eintritt ist frei. Alle Infos und Termine: www.kunsthausdresden.de

Titelfoto: Norbert Neumann

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