Dresden - Vor über drei Jahren wurde im Dresdner Stadtteil Leuben eine Baby-Leiche gefunden. Noch immer ist völlig unklar, wer die Mutter ist.
Der leblose Säugling wurde am 7. Februar 2022 in einem Waldstück unweit des Rosenschulwegs entdeckt. Seit dem grausamen Fund sind bisher 50 Hinweise bei der Polizei eingegangen, wie die Polizeidirektion Dresden am Mittwoch mitteilte. Das sind lediglich zehn neue Hinweise seit März 2022.
Eine heiße Spur zu der Mutter des getöteten Mädchens haben die Ermittler aber immer noch nicht. Auch eine seit Ende 2023 laufende DNA-Untersuchung von rund 8000 Frauen im Umfeld des Tatorts brachte bisher keinen Erfolg. Einziges Ergebnis bisher: "Im Zuge des freiwilligen Abgleichs konnten bislang etwa 750 Frauen als Mutter des Säuglings ausgeschlossen werden."
Doch die Polizei gibt nicht auf, versucht auf neuem Wege an weitere Hinweise zu gelangen. Diesmal soll eine Plakataktion den Durchbruch bringen. In Leuben sollen dafür Plakate ausgehangen werden, die den Fundort der Baby-Leiche zeigen, verbunden mit einem Aufruf an die Bevölkerung, sich mit Hinweisen an die Polizei zu wenden.
Die bisher nicht identifizierte Mutter steht dabei im Verdacht, ihr Neugeborenes getötet zu haben. Die Polizei ist sich sicher, dass "Emely" nach ihrer Geburt noch lebendig gewesen ist.
Ihren Namen hat das tote Baby übrigens von den Ermittlern bekommen, ob die Eltern jemals einen Namen für sie im Sinn hatten, ist nicht gewiss.