Aus sechs mach vier: Dresdens Polizei streicht kriminelle Hotspots von ihrer Liste
Dresden - Die Dresdner Polizei vermeldet frohe Kunde aus der Neustadt! Zwei "brandheiße" Orte aus dem Viertel fallen fortan nicht mehr in die Kategorie "herausragender Kriminalitätsschwerpunkt".

"Im März stand die jährliche Überprüfung an. Im Ergebnis fallen zwei der Orte nicht mehr in diese Kategorie, weil sie die Voraussetzungen nicht mehr erfüllen", so Polizeipräsident Lutz Rodig (61).
Der Alaunplatz (seit 2017) und die Kreuzung Rothenburger Straße/Görlitzer Straße/Louisenstraße (seit 2018) seien über Jahre hinweg "Orte mit überdurchschnittlicher Kriminalität" gewesen. In den vergangenen zwei Jahren habe sich das geändert.
Ausschlagend seien die verbesserte Beleuchtung auf dem Alaunplatz und die Einsätze des Gemeindlichen Vollzugsdienstes und der Nachtschlichter vor allem im Bereich der Schiefen Ecke. Solch präventive Maßnahmen seien in Kombination mit Schwerpunkteinsätzen der Polizei an den Wochenenden "der Schlüssel für die erzielte Verbesserung".
"Diese positive Entwicklung ist ein gemeinsamer Erfolg von Stadtverwaltung, Polizei sowie den Bürgerinnen und Bürgern, die sich aktiv für eine lebenswertere Neustadt einsetzen", sagte Rodig.
Dresden hat insgesamt vier Kriminalitäts-Hotspots

Zwei kriminelle Hotspots fallen weg, zwei bleiben mit dem Albertplatz und dem erweiterten Scheunevorplatz allein in der Neustadt bestehen. Rodig kündigte an, dass sich die Polizei-Präsenz künftig schwerpunktmäßig auf beide Orte konzentrieren werde.
Mit Blick auf ganz Dresden benannte die Polizei weitere Brennpunkte: den Wiener Platz am Hauptbahnhof und den Amalie-Dietrich-Platz im Stadtteil Gorbitz.
Ziel der Einordnung bestimmter Viertel als "herausragender Kriminalitätsschwerpunkt" ist es, Straßenkriminalität Einhalt zu gebieten. Polizeibeamte sind an benannten Orten berechtigt, Identitäten festzustellen sowie Personen und Sachen zu durchsuchen.
Die Einstufung als Kriminalitäts-Hotspot erfolge anhand objektiver Wahrnehmungen der Einsatzkräfte. Orte, an denen "erfahrungsgemäß Straftaten verabredet, vorbereitet oder verübt" werden, geraten so in den Fokus der Polizei.
Titelfoto: Bildmontage: Thomas Türpe, Norbert Neumann