Sechs wichtige Bauvorhaben in Dresden: Hier muss die Stadt ran

Dresden - Neben dem Neubau der Carolabrücke (mindestens 100 Millionen Euro) stehen in den nächsten Jahren weitere bedeutende Bauprojekte in Dresden an. TAG24 hat die wichtigsten Vorhaben aus dem Geschäftsbereich von Baubürgermeister Stephan Kühn (45, Grüne) zusammengetragen.

Hamburger Straße

Zwischen Ende 2025 bis März 2029 ist eine umfassende Sanierung geplant.

Für 42 Millionen Euro soll ein 900 Meter langer Abschnitt als Teil der B6 (zwischen Weißeritzbrücke und Alter Meißner Landstraße) ausgebaut werden. Auch eine schrittweise Ertüchtigung der kreuzenden Eisenbahnbrücke und Bahnhaltestelle Cotta ist geplant.

Die Hamburger Straße (Cotta) soll als Teil der B6 umfassend saniert werden.
Die Hamburger Straße (Cotta) soll als Teil der B6 umfassend saniert werden.  © Norbert Neumann

Königsbrücker Straße

Der rechtskräftige Planfeststellungsbeschluss liegt seit Mai 2024 vor.

Zwei Jahre später, im Mai 2026, soll endlich die Sanierung der "Köni" beginnen. Bis Mitte 2029 werden dann für 87,5 Millionen Euro Maßnahmen wie die Erneuerung der Fahrbahnen, Geh- und Radwege sowie die Anpassung der Ampeln durchgeführt.

Eine gefühlt unendliche Geschichte: Die Holperpiste "Köni" wird ab 2026 in mehreren Abschnitten grundhaft ausgebaut.
Eine gefühlt unendliche Geschichte: Die Holperpiste "Köni" wird ab 2026 in mehreren Abschnitten grundhaft ausgebaut.  © Norbert Neumann

Brücke Industriegelände

Ab 2027 ist der Ersatzneubau der Brücke im Zug der nördlichen Königsbrücker Straße vorgesehen.

Für 13,7 Millionen Euro wird die marode Brücke (Baujahr 1979), welche den Auto- und Straßenbahnverkehr über die Zugschienen führt, durch eine neue Konstruktion abgelöst.

Die Brücke am Industriegelände ist eine wichtige Verkehrsverbindung in Richtung Chip-Industrie.
Die Brücke am Industriegelände ist eine wichtige Verkehrsverbindung in Richtung Chip-Industrie.  © Norbert Neumann

Nossener Brücke

Der rechtskräftige Planfeststellungsbeschluss ermöglicht Bauvorbereitungen ab Herbst 2025.

Vorausgesetzt, dass die Finanzierung gesichert ist, startet der eigentliche Verkehrsbau im Juni 2026. Das Gesamtprojekt (vier Teilbauwerke, Straßen, Campuslinie) ist mit 324 Millionen Euro veranschlagt, wobei der städtische Anteil 144 Millionen Euro beträgt.

Besteht aus vier Teilbauwerken: Der Ersatzneubau der Nossener Brücke wird teuer, allein die Stadt muss 144 Millionen Euro schultern.
Besteht aus vier Teilbauwerken: Der Ersatzneubau der Nossener Brücke wird teuer, allein die Stadt muss 144 Millionen Euro schultern.  © Eric Münch

Blaues Wunder

Die Sanierung, insbesondere der Loschwitzer Bauwerkshälfte, ist von Mai 2025 bis Dezember 2029 geplant.

Mit Investitionen in Höhe von 19,5 Millionen Euro werden die Stahlkonstruktion instandgesetzt und der Korrosionsschutz erneuert. Für die grundhafte Sanierung (dreistelliger Millionenbetrag) fehlt bislang das Geld.

Der Mittelteil des Blauen Wunders hat bereits neuen Korrosionsschutz, doch eigentlich bräuchte die Flussquerung eine grundhafte Sanierung.
Der Mittelteil des Blauen Wunders hat bereits neuen Korrosionsschutz, doch eigentlich bräuchte die Flussquerung eine grundhafte Sanierung.  © Ove Landgraf

Tunnel Wiener Platz

Die Tunnel-Ausstattung unter dem Wiener Platz stammt noch aus den 1990er-Jahren.
Die Tunnel-Ausstattung unter dem Wiener Platz stammt noch aus den 1990er-Jahren.  © Norbert Neumann

Demnächst erfolgt die Ausschreibung für die Erneuerung der veralteten Tunnelausstattung (Beleuchtung, Steuerungstechnik, Lüftung).

Vergabe voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte. Der erste Bauabschnitt ist für 2026, der zweite für 2027 geplant. Geschätzte Kosten: 19,5 Millionen Euro.

Titelfoto: Montage: Norbert Neumann (4), Eric Münch, Ove Landgraf

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