Chemnitz plant mehr Kameras an Kreuzungen
Chemnitz - Für einen verbesserten Verkehrsfluss in Chemnitz setzt die Stadt nun verstärkt auf Kameras an Ampelkreuzungen. Diese sollen Staus erfassen und die Grün- bzw. Rot-Phasen entsprechend anpassen.

Von den 243 Ampelanlagen im Stadtgebiet sind bereits 104 mit Detektor-Kameras ausgestattet. Weitere sollen folgen.
Die kleinen schwarzen Kugelkameras sitzen unscheinbar auf den Querholmen der Ampelmasten. Um ungewollte Filmaufnahmen müssen sich Autofahrer nicht sorgen:
"Es wird nicht gefilmt und auch nicht gestreamt. Der Videodetektor registriert lediglich Objekte anhand der Pixeländerungen. Weder Kennzeichen noch Insassen werden erfasst. Die Kamera speichert keine Bilder, sondern leitet die Information an ein Steuergerät weiter, das die Ampel verkehrsabhängig steuert", so eine Stadt-Sprecherin.
269 Detektoren gibt es bisher an Ampelkreuzungen, neun weitere werden dieses Jahr montiert. Sie werden an den Ampeln an den Kreuzungen Annaberger/Zöblitzer Straße, Annaberger/Erfenschlager Straße und Helbersdorfer/Scheffelstraße installiert.




Der Kreisvorsitzende des Automobilclubs Europa (ACE), Jörg Vieweg (52), begrüßt die Ausweitung der Technik:
"Die Steuerung über Detektoren ist für Verkehrsfluss und Sicherheit sehr sinnvoll. Vor allem in der Innenstadt sollte diese Technik noch stärker genutzt werden, um eine grüne Welle zu ermöglichen. Allerdings kann sich die Wirkung erst entfalten, wenn die größten Baumaßnahmen abgeschlossen sind."
Titelfoto: Uwe Meinhold