Beschlossen! So teuer wird der Weiterbau des Chemnitzer Premiumradwegs
Chemnitz - Grünes Licht fürs nächste Rad-Abenteuer: Der Chemnitzer Stadtrat hat den Weg für den Weiterbau des Premiumradwegs frei gemacht.

Der neue Abschnitt soll über rund 2,5 Kilometer von der Riedstraße in Rabenstein bis zur Röhrsdorfer Straße in Grüna führen. Kostenpunkt: stolze 7 Millionen Euro, denn auch mehrere Brücken müssen dafür fit gemacht werden.
Fast einstimmig sprachen sich die Räte ohne Debatte für die Rathauspläne aus. Widerstand kam nur von "Rechtsaußen".
Sechs Millionen Euro wird das Land zuschießen, eine Million Euro muss Chemnitz selbst aufbringen.
Die Stadt hatte 2018 die ehemalige Eisenbahnstrecke Küchwald-Wüstenbrand gekauft und mit dem 13-Kilometer-Projekt begonnen. "Auf einem Premiumradweg können größere Strecken zurückgelegt werden", hatte Baubürgermeister Michael Stötzer (52, Grüne) zum Baustart gesagt.
"Es sind höhere Geschwindigkeiten und eine höhere Nutzerdichte möglich."
Ersten fünf Kilometer bereits seit fast zwei jahren fertig

Dafür wird eine mindestens vier Meter breite Fahrbahn errichtet, die zum Beispiel auch Skatern zur Verfügung steht. Außerdem soll der Weg "getrennt vom motorisierten Verkehr" verlaufen.
Das heißt: Auf der Strecke der "Fahrrad-Autobahn" liegen keine großen Kreuzungen. "Um die Attraktivität eines Radweges sicherzustellen, muss die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs in einer hohen Qualität abgesichert werden", schreibt Stötzer in der jetzt verabschiedeten Vorlage.
Die ersten fünf Kilometer zwischen Altendorf und Rabenstein sind seit fast zwei Jahren fertig, die 185 Meter lange Brücke über die Kalkstraße soll es im Herbst werden.
Wann der Radverkehr zwischen Wüstenbrand und Chemnitz auf ganzer Strecke rollen kann, ist allerdings noch unklar.
Titelfoto: Kristin Schmidt