Wittgensdorfer Störchin fliegt jetzt auf 'nen Neuen
Chemnitz - Die einsame Störchin von Chemnitz-Wittgensdorf turtelt in neuem Liebesglück! Voriges Jahr hatte das Drama der Familie Adebar für einen Großeinsatz von Tierrettern gesorgt: Vater Storch und zwei Küken starben.

Storchenbeobachter Reiner Rost (71), der seit rund zehn Jahren über den Wittgensdorfer Horst Buch führt, bangte bis vor wenigen Tagen: "Das Weibchen war schon seit fast vier Wochen allein am Nest, als jetzt endlich auch ein passender Partner auftauchte. Vielleicht ist es der Gleiche, mit dem ich sie im vergangenen Spätsommer schon gemeinsam gesichtet habe."
Die beiden Adebare scheinen sich prächtig zu verstehen: "Sie arbeiten schon fleißig am Nest und am Storchennachwuchs", freut sich Reiner Rost. "Hoffentlich läuft es dieses Jahr wieder besser."
2024 war für die beliebte Vogelfamilie ein rabenschwarzes Jahr gewesen: Das Storchenmännchen starb nach einer schweren Flügelverletzung.
Die Störchin blieb mit vier Jungen zurück und warf eines aus dem Nest, um die anderen vor dem Hungertod zu bewahren.

Neues Storchen-Glück online anschauen

Tierschützer brachten zwei Küken in eine Pflegestation.
Eines verblieb bei der Störchin, damit diese den Brutplatz im Chemnitztal nicht aufgibt.
Doch auch Küken Nummer vier starb: "Es war fast flügge und stürzte beim ersten Flugversuch vom 29 Meter hohen Schornstein ab", erinnert sich Reiner Rost.
Wer das neue Storchenglück von Wittgensdorf aus der Nähe sehen will, kann das unter storch.watch tun. Eine Webcam des Vereins "Regenbogen" überträgt das Geschehen im Nest live.
Titelfoto: Ralph Kunz