Vorschlag aus dem Chemnitzer Rathaus: Eissport-Komplex soll nach Jutta Müller benannt werden
Chemnitz - Der Eissport-Komplex im Chemnitzer Küchwald soll nach neuesten Plänen der Stadt künftig "Jutta Müller Eissportzentrum" heißen.
Die Idee, nur die Trainingshalle nach der im November verstorbenen Trainerlegende Jutta Müller (†94) zu benennen, ist damit vom Tisch. "Die Stadt wird die Anregung aus den Fraktionen aufgreifen und in Abstimmung mit der Familie in den Stadtrat einbringen", sagte ein Sprecher.
Die Initialzündung dafür kam im letzten Sportausschuss von der CDU-Fraktion: "Ich hatte beantragt, das Thema von der Tagesordnung zu nehmen und neu zu überdenken", sagte Ines Saborowski (56).
"Um die Weihnachtszeit hatte ich ja auch die Zeitung verfolgt. Als dann die Trainingshalle und ihr Zustand ins Gespräch kamen, dachte ich mir, das ist dieser Trainerin nicht würdig."
Kurz nach dem Tod von Jutta Müller wollte die AfD die Eissporthalle nach ihr benennen. "Es ist traurig, dass jetzt seitens der CDU auf dem Rücken einer verdienstvollen Chemnitzerin ein Überbietungswettbewerb gestartet wird", moniert AfD-Stadtrat Nico Köhler (47).
CDU-Rätin Ines Saborowski: "Das ist etwas anderes als das, was wir wollen. Die Eissporthalle ist zu wenig für Jutta Müller. Deswegen haben wir ja gesagt, der ganze Komplex." Am 10. Februar soll darüber entschieden werden.
Titelfoto: Kristin Schmidt