Versorgungslage immer schlimmer: In Chemnitz fehlen 50 Hausärzte!

Chemnitz - Die Hausärzte-Krise in Chemnitz wird immer dramatischer!

Die hausärztliche Versorgung ist in Chemnitz so schlecht wie nie. (Symbolbild)
Die hausärztliche Versorgung ist in Chemnitz so schlecht wie nie. (Symbolbild)  © imago/imagebroker

Nach neuesten Zahlen der zuständigen CTM (früher CWE) arbeiten nur noch 135 Allgemeinmediziner im Stadtgebiet, für eine ausreichende Versorgung müssten es 50 Hausärzte mehr sein. Das entspricht nur noch einem Abdeckungsgrad von etwa 80 Prozent (2016: 99 Prozent).

"Bis 2030 werden von den derzeit tätigen Hausärzten über 50 im Rentenalter sein und könnten ihre Praxen aufgeben", schätzt CTM-Expertin Laura Thieme (32). "Wir haben weiterhin viel zu tun, brauchen mehr Weiterbildungspraxen weiterer Fachbereiche in Chemnitz."

Seit 2017 habe man 100 Nachwuchsärzte gewinnen können. Altpraxen würden kaum noch übernommen.

Laura Thieme (32) ist bei der CTM (früher CWE) seit mehreren Jahren für die Ärztewerbung zuständig.
Laura Thieme (32) ist bei der CTM (früher CWE) seit mehreren Jahren für die Ärztewerbung zuständig.  © Ralph Kunz

Um die Lage wieder zu entspannen, hat die CTM ein Maßnahmenpaket geschnürt: Dazu gehören die Unterstützung von Ärzten in Weiterbildung "in diversen Lebens- und Ankommensthemen" oder die Vernetzung von Krankenhäusern, Praxen und angehenden Ärzten über die neue Homepage: www.chemnitz-neue-gesundheit.de.

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