Chemnitz: Das wird aus der ehemaligen Fabrik an der Zwickauer Straße
Chemnitz - Mit einem außergewöhnlichen Nutzungskonzept wollen drei Investoren die ehemalige Schleifmaschinenfabrik an der Zwickauer Straße 145 in Chemnitz aus dem Dornröschenschlaf holen.

Auf 9500 Quadratmetern entstehen im nächsten Jahr Flächen für Coworking, Kreativ-Space, Sport, Events, Gastro- und Freizeitangebote.
Bevor die Baufahrzeuge anrollen, erhalten Bürger am Sonntag beim "die fabrik festival" einen ersten Einblick.
In seiner Dimension ist der Ansatz von "die fabrik chemnitz" in Sachsen bisher einmalig.
Firmen, Gastronomen, Eventmacher oder Kreative können ihrer Arbeit ab Ende 2023 flexibel nachgehen.
"Die Nutzung wird aus der Funktion des Gebäudes heraus gedacht. Das heißt, dass es hier auch keine klassischen Mietmodelle geben wird", erklärt Gründer und Investor Frank Theeg (48).
Zum Beispiel könnten Nutzer im Rahmen einer Mitgliedschaft Räume spontan und für einige Monate statt Jahre besetzen.



Fabrik soll künftig als Betriebsgesellschaft mit Management vermarktet werden

Neben Frank Theeg stehen die Immobilienentwickler Frank Steinert (54) und Gerd Göbelbecker (52) hinter dem 10-Millionen-Euro-Projekt. Sie wollen die Fabrik künftig als Betriebsgesellschaft mit Management vermarkten.
"Die Lage ist sehr zentral, die Autobahn nah. Wir haben hier eine gute Bausubstanz und auch der Innenhof hat uns begeistert", sagt Frank Steinert.
Schon im Herbst soll das Areal auf Vordermann gebracht werden. Im zweiten Abschnitt sollen drei weitere Hallen aufgemöbelt werden. Der Charme der alten Schleifmaschinenwerke bleibt erhalten. "Die Krananlage an der Decke lassen wir drin." Hingucker wird Chemnitz' erste Rooftop-Bar im fünften Stock und ein nutzbares Dach.
Erster Nutzer ist Ex-Niners-Kapitän Malte Ziegenhagen (31) mit seiner "Raise Up Academy" für den Basketball-Nachwuchs. Vor dem Umbau können Neugierige am Sonntag von 14 bis 22 Uhr beim "die fabrik festival" vorbeischauen. Bei Musik-, Sport- und Spielangeboten werden die Basketballteams der ChemCats und Niners Chemnitz vorgestellt.
Titelfoto: Kristin Schmidt