Pinsel, Pfeife, Postkarten: Karl Schmidt-Rottluff Haus öffnet seine Türen

Chemnitz - Nach zwei Jahren Bau- und Sanierungsarbeiten öffnet das Karl-Schmidt-Rottluff Haus ab Sonntag für Besucher seine Türen. In sieben Zimmern können Gäste Exponate aus dem Leben von Chemnitz' berühmtestem Maler in Augenschein nehmen.

Durch einen Weg wird das Karl-Schmidt-Rottluff Haus mit der Wohnmühle des Künstlers verbunden.
Durch einen Weg wird das Karl-Schmidt-Rottluff Haus mit der Wohnmühle des Künstlers verbunden.  © Uwe Meinhold

Im Erdgeschoss sowie im ersten Stock kommen Fans des weltberühmten Expressionisten Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976) voll auf ihre Kosten: Neben Zeichnungen und Ölmalereien gibt es auch Original-Pinsel des Malers zu sehen sowie selbstgeschriebene Postkarten und Alltagsutensilien - zum Beispiel des Meisters Pfeife.

Die Exponate befassen sich laut Kunstsammlungen mit drei Themengebieten: Werk und Vita des Künstlers, die Geschichte des Hauses an sich sowie die Entwicklung des Expressionismus in Chemnitz.

Mit dem Museumsbau ist für Sonja Oehlschläger (80), die Vorstandsvorsitzende der Stiftung zu Ehren des Künstlers, "ein Traum in Erfüllung gegangen". Der Umbau des Elternhauses von Schmidt-Rottluff von 2023 bis 2025 hatte 3,5 Millionen Euro gekostet - 950.000 Euro stammen aus Fördermitteln und Spenden.

Florence Thurmes (44, l.) und Sonja Oehlschläger (80) freuen sich über das Museum.
Florence Thurmes (44, l.) und Sonja Oehlschläger (80) freuen sich über das Museum.  © Uwe Meinhold
Eines der Exponate: die Pfeife von Karl Schmidt-Rottluff.
Eines der Exponate: die Pfeife von Karl Schmidt-Rottluff.  © Uwe Meinhold
Hier betrachtet Mitarbeiterin Christiane Meister (38) ein Selbstbildnis des Künstlers von 1944.
Hier betrachtet Mitarbeiterin Christiane Meister (38) ein Selbstbildnis des Künstlers von 1944.  © Uwe Meinhold
Kuratorin Sabine Maria Schmidt steht vor Exponaten im ersten Stock.
Kuratorin Sabine Maria Schmidt steht vor Exponaten im ersten Stock.  © Uwe Meinhold

"Mit der Eröffnung des Karl-Schmidt-Rottluff Hauses wird nicht nur der weltbekannte Künstler gewürdigt. Auch Chemnitz wird als Stadt der Moderne gefeiert", so die Generaldirektorin der Kunstsammlungen, Florence Thurmes (44). An diesem Sonntag ist das Museum von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Regulärer Eintritt: 6 Euro (ermäßigt 4 Euro).

Infos auf: www.kunstsammlungen-chemnitz.de

Titelfoto: Bildmontage: Uwe Meinhold

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