Kult-Gaststätte an der Talsperre Kriebstein: Wer rettet die historische Lochmühle?
Kriebstein - Endlich neue Hoffnung für die verfallene "Lochmühle" an der Talsperre Kriebstein: Die ehemalige Gaststätte kommt Anfang März bei einer Auktion in Dresden unter den Hammer. Schon bald könnte wieder ein echtes Schmuckstück in idyllischer Lage entstehen.

Aus Altersgründen will die derzeitige Besitzerin das unter Denkmalschutz stehende Objekt (Baujahr: ca. 1903), welches sie vor rund zehn Jahren vom Talsperren-Zweckverband erwarb, verkaufen.
Ursprünglich als Sägemühle gebaut, war die "Lochmühle" bis Mitte des 20. Jahrhunderts ein Restaurant. In der DDR befand sich darin ein Betriebsferienheim, nach der Wende öffnete hier nur noch sporadisch ein Imbiss.
"Inzwischen ist das Gebäude in einem bescheidenen Zustand. Zum Beispiel ist das Dach undicht", sagt Peter Großer (57), der in den vergangenen Monaten für das Objekt zuständige Immobilienmakler aus Mittweida.
Interessenten hätten schon viele Ideen gehabt, was sie aus der "Lochmühle" machen könnten: "Zum Beispiel ein Tierheim oder einen Caravan-Verleih", sagt Peter Großer.




Kriebsteiner Bürgermeisterin: "Lochmühle soll wieder ein schönes Fleckchen Erde werden"

Maria Euchler (38), Bürgermeisterin der Gemeinde Kriebstein, könnte sich künftig auch wieder eine Gaststätte, Herberge oder einen Imbiss in den Räumen vorstellen.
Sie hofft, dass der Zuschlag an Menschen aus der Region geht, die das Areal der ehemaligen Gaststätte wieder in ein "schönes Fleckchen Erde" verwandeln. "Wir wollen zudem, dass der Wanderweg durch die Lochmühle erhalten bleibt."
Das Mindestgebot für das insgesamt über 15.000 Quadratmeter große Grundstück beträgt 49.000 Euro. Die digitale Auktion findet am 2. März im Dresdner Hygiene-Museum statt.
Unter www.sga-ag.de gibt es weitere Infos.
Titelfoto: Uwe Meinhold, Privat