Nach der Bluttat mit zwei Toten in Chemnitzer Hinterhof: Oberstaatsanwalt hofft auf baldige Anklage
Chemnitz - Nach der Bluttat in einem Chemnitzer Hinterhof an der Reichenhainer Straße mit zwei Todesopfern (46, 34) sind Polizei und Staatsanwaltschaft immer noch dabei, alle Spuren auszuwerten. Kaum ein anderer Fall beschäftigt die hiesigen Behörden so sehr wie dieser.
"Das ist ein priorisierter Fall. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, alle Spuren auszuwerten", sagt Oberstaatsanwalt Wolfgang Klein (62).
Zwei Wochen nach der Messerattacke auf Jörg P. (34) und seine 46-jährige Nachbarin geht die Staatsanwaltschaft nach wie vor davon aus, dass ein 20-Jähriger, der in U-Haft sitzt, der Angreifer war. "Es besteht dringender Tatverdacht."
Wann es zur Anklageerhebung kommt, kann Klein noch nicht sagen. Je nach Auswertungsfortschritt der Spuren kann es aber durchaus schnell gehen. Auf den Verdächtigen können die Ermittler dabei nicht zählen. Er schweigt.
In der Nacht zum 6. August soll der 20-Jährige die beiden Nachbarn mit einem Messer getötet haben: Während die 46-Jährige noch am Tatort verstarb, kämpfte Jörg P. auf der Intensivstation noch vier Tage lang um sein Leben. Leider waren die Verletzungen zu schwer, sodass er verstarb.
Seine Mutter Silvana P. (51) sagte zu TAG24, dass sich Familie und Freunde im Rahmen einer Seebestattung von ihm verabschieden wollen.
Titelfoto: Haertelpress