Er stieg durchs Schlafzimmerfenster ein: Einbrecher vergewaltigt Frau in ihrer Wohnung

Zwickau - Dieser Fall ist kaum zu ertragen: Maik V. (42) brach bei einer Frau (damals 37) ein, fesselte sein wehrloses Opfer ans Bett und verging sich auf brutale Weise an ihr. Beim Prozess am Mittwoch am Landgericht Zwickau legte der Mann ein Geständnis ab. In Freiheit ist der Mann wegen einer Justizpanne.

Maik V. (42) muss sich wegen Vergewaltigung, Körperverletzung und Freiheitsberaubung verantworten.
Maik V. (42) muss sich wegen Vergewaltigung, Körperverletzung und Freiheitsberaubung verantworten.  © Max Baumberg

Maik V. stieg in der Nacht zum 15. Juli 2024 in Glauchau in die Wohnung seines Opfers über das geöffnete Schlafzimmer im Erdgeschoss ein, um die an Ataxie (Bewegungsstörung) leidende Frau zu vergewaltigen. Laut Landgericht kannten sich Täter und Opfer flüchtig.

"Als die im Bett liegende Geschädigte das Eindringen des Angeklagten in ihre Wohnung bemerkte und anfing, um Hilfe zu schreien, setzte sich der Angeklagte auf die Geschädigte und versuchte, deren Handgelenke zu fixieren", so Staatsanwältin Jennifer Steffens (30). Das Flehen der Frau ("Bitte nicht!") half nichts - der Peiniger legte ein Kissen auf den Kopf seines Opfers. Danach fesselte er die Frau mit Panzertape an das Bettgeländer und malträtierte sie mit einem Vibrator.

Unfassbar: Nach der Tat flüchtete der Mann und nahm das Handy mit, damit die Frau nicht um Hilfe rufen konnte.

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Eine DNA-Analyse überführte jedoch den gelernten Lageristen, er kam in U-Haft. Da es allerdings wegen Ermittlungsverzögerungen innerhalb von sechs Monaten zu keinem Prozess kam, wurde der Mann vom Oberlandesgericht wieder auf freien Fuß gesetzt.

Maik V. legte am Mittwoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit ein volles Geständnis ab. Bereits am Donnerstag könnte es zum Urteil kommen.

Titelfoto: Bildmontage: Max Baumberg

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