Einbrecher-Skandal in Chemnitz! Fahrrad-Dieb ruft selbst den Notruf und fliegt auf

Chemnitz – Unglaubliche Szenen am Dienstagvormittag in Schloßchemnitz: Ein mutmaßlicher Einbrecher (32) versuchte erst, ein Auto zu knacken und wählte dann selbst den Polizeinotruf, um seinen eigenen Diebstahl zu vertuschen!

Der Fahrrad-Dieb gab am Telefon an, selbst gerade bestohlen zu werden. (Symbolbild)
Der Fahrrad-Dieb gab am Telefon an, selbst gerade bestohlen zu werden. (Symbolbild)  © 123RF/andron19821982

Gegen 10.20 Uhr beobachtete ein Zeuge, wie der Mann an einem VW in der Nähe der Kreuzung Irrbornweg/Im Schloßwald herumhantierte – offenbar ein Aufbruchsversuch! Doch der Ganove wurde gestört und ergriff sofort die Flucht.

Die Polizei rückte an und schnappte den Verdächtigen nur wenige Meter vom Tatort entfernt. Mit dabei: ein Fahrrad der Marke "Ghost", für das der 32-Jährige keinen Eigentumsnachweis hatte.

Und dann wurde es richtig kurios: Als die Beamten das Bike sicherstellen wollten, zückte der mutmaßliche Dieb sein Handy und rief den Polizeinotruf. Am anderen Ende der Leitung behauptete er frech, zwei Männer würden sein Fahrrad klauen!

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Doch dumm gelaufen: Die angeblichen Diebe waren echte Polizisten und der Anruf ein Schuss ins eigene Knie. Erst nach mehrfacher Aufforderung beendete der Mann das Gespräch mit der Notrufzentrale.

Amphetamine, Widerstand und Haft

Der 32-Jährige wurde festgenommen. (Symbolbild)
Der 32-Jährige wurde festgenommen. (Symbolbild)  © Johannes Neudecker/dpa

Was folgte, war eine Liste voller Straftaten: Im Rucksack des Mannes fanden die Ermittler nicht nur Einbruchswerkzeug, sondern auch einen Schlüsselbund, der aus einem früheren Einbruch in Altendorf stammte. Genau wegen dieser Tat hatte die Polizei bereits öffentlich nach dem Täter gesucht.

Auf der Wache zeigte sich der 32-Jährige alles andere als kooperativ. Im Verwahrraum leistete er Widerstand – verletzt wurde glücklicherweise niemand. Ein Drogenschnelltest schlug positiv auf Amphetamine an.

Am Mittwoch stand der Mann dann vor einem Ermittlungsrichter – und wanderte direkt in Untersuchungshaft. Jetzt erwartet ihn ein ganzes Strafregister: versuchter besonders schwerer Diebstahl, Einbruch, Notrufmissbrauch und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

Titelfoto: 123RF/andron19821982

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