Trainer rennt aufs Spielfeld und löst Massenschlägerei in Kreisliga aus

Berlin - Wieder einmal sorgt die Kreisliga in Berlin für negative Schlagzeilen: Am Sonntag musste die Polizei gleich bei zwei Fußballspielen anrücken.

Ein Spieler erlitt am Sonntagnachmittag bei einer Schlägerei einen Kreislaufzusammenbruch und musste ins Krankenhaus gebracht werden.
Ein Spieler erlitt am Sonntagnachmittag bei einer Schlägerei einen Kreislaufzusammenbruch und musste ins Krankenhaus gebracht werden.  © Morris Pudwell

In Staffel 7 der Kreisliga C war der Käse eigentlich schon gegessen: SC Borussia Friedrichsfelde und SK Rapide Berlin trennten sich am Ende mit einem 4:4-Unentschieden - von schiedlich-friedlich kann dabei aber keine Rede sein.

Denn nach dem Abpfiff rannte gegen 16 Uhr einer der Trainer aufs Spielfeld an der Zachertstraße im Bezirk Lichtenberg und soll dort mehrere gegnerische Kicker angegriffen haben, wie die Polizei am Montag mitteilte.

In der Folge seien nach ersten Erkenntnissen insgesamt 29 Personen aufeinander losgegangen. Ein Spieler erlitt demnach während der Auseinandersetzung einen Kreislaufzusammenbruch und musste vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden.

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Mehrere Beteiligte sollen zudem Platzwunden und Prellungen davongetragen haben. Warum der Coach die Schlägerei angezettelt hatte, teilte die Behörde nicht mit. Der SK Rapide erzielte jedoch erst kurz vor Schluss den Ausgleich.

Schlägerei und Pfefferspray: Spielabbruch in Berliner Kreisliga

Die Polizei musste am Sonntagabend mit mehreren Streifenwagen zu einem Kreisligaspiel in Friedrichshain ausrücken.
Die Polizei musste am Sonntagabend mit mehreren Streifenwagen zu einem Kreisligaspiel in Friedrichshain ausrücken.  © Morris Pudwell

Wenige Stunden später musste die Polizei erneut zu einer Begegnung in der Kreisliga C ausrücken - diesmal betraf es die Staffel 2.

Gegen 19 Uhr wurde die Partie zwischen dem SFC Friedrichshain IV und Cimbria Trabzonspor II auf dem Kurt-Ritter-Sportplatz in der Gürtelstraße beim Spielstand von 1:2 abgebrochen.

Hier kam es nach Aussage eines Polizeisprechers zu einer Schlägerei zwischen Spielern beider Mannschaften und Zuschauern. Dabei soll einer der Beteiligten auch Pfefferspray versprüht haben.

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Dadurch wurden mehrere Menschen verletzt - auf ärztliche Behandlung sei jedoch einhellig verzichtet worden. Dennoch mussten die alarmierten Rettungskräfte eine 35 Jahre alte Frau mit einer Kopfverletzung und einen 18-Jährigen mit Schmerzen im Oberkörper vor Ort versorgen.

Die Polizei hat zu den Vorfällen Ermittlungen wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs und des besonders schweren Landfriedensbruchs aufgenommen.

Titelfoto: Morris Pudwell

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