Was war denn da los? Mysteriöser Gegenstand löst Großeinsatz an See aus

Berlin - Anfang Februar hat ein mysteriöser Gegenstand in einem Berliner See die Taucher des Kampfmittelräumdienstes ordentlich auf Trab gehalten.

Die Polizeitaucher mussten ihren Einsatz zunächst wegen hereinbrechender Dunkelheit abbrechen.
Die Polizeitaucher mussten ihren Einsatz zunächst wegen hereinbrechender Dunkelheit abbrechen.  © Berliner Polizei/dpa

Gleich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen mussten die Polizeitaucher zum Dämeritzsee an der südöstlichen Landesgrenze von Berlin und Brandenburg ausrücken, wie die Behörde bei Facebook mitteilte.

Ein besorgter Anwohner meldete einen Gegenstand, der sich im Wasser befinden soll, und befürchtete, dass es sich dabei um eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg handeln könnte.

Er sei bereits vor einiger Zeit beim Schwimmen mit dem Fuß gegen das metallische Objekt gestoßen und habe es jetzt von seinem Boot erneut gesichtet, hieß es.

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Umgehend wurde der Kampfmittelräumdienst von dem Verdacht in Kenntnis gesetzt und zu dem See abkommandiert. Da der Gegenstand jedoch nicht vom Ufer ausgemacht werden konnte, musste zusätzlich die Wasserschutzpolizei anrücken.

Was haben die Taucher aus dem Dämeritzsee gefischt?

Am Folgetag konnten die Einsatzkräfte den mysteriösen Gegenstand aus dem See bergen, aber es ist keine Bombe gewesen.
Am Folgetag konnten die Einsatzkräfte den mysteriösen Gegenstand aus dem See bergen, aber es ist keine Bombe gewesen.  © Berliner Polizei/dpa

Die hatte auch ein Sonar im Gepäck, mit dem in etwa eineinhalb Meter Tiefe schließlich ein rund ein Meter langes und 40 Zentimeter dickes Objekt aufgespürt werden konnte, teilte die Polizei weiter mit.

Endlich sollten die Taucher ins Wasser gelassen werden, doch aufgrund hereinbrechender Dunkelheit wurde entschieden, den Einsatz zunächst abzubrechen, da es für die Froschmänner zu gefährlich gewesen wäre, dich dem potenziellen Blindgänger zu nähern und keine unmittelbare Gefahr davon ausgegangen sei.

Also musste der Kampfmittelräumdienst am Vormittag des Folgetags noch einmal mit Sack und Pack zum Dämeritzsee ausrücken, um das mysteriöse Objekt zu bergen, was schließlich auch gelang.

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Und letztendlich konnte Entwarnung gegeben werden, denn es handelte sich nicht um eine Fliegerbombe, sondern um einen alten Boiler, der illegal in dem Gewässer versenkt wurde.

Es war im Endeffekt also viel Lärm um nichts. Blöd ist nur, dass der Großeinsatz die Stadt und damit im Endeffekt den Steuerzahler eine Menge Geld gekostet haben dürfte, nur weil ein Depp seinen Schrott im See entsorgt hat.

Titelfoto: Berliner Polizei/dpa (Bildmontage)

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