Nach Besetzung der FU Berlin: Vier Aktivisten sollen offenbar Deutschland verlassen

Berlin - Nach der gescheiterten Besetzung der Freien Universität in Berlin im Oktober vergangenen Jahres müssen vier der damals beteiligten pro-palästinensischen Aktivisten wohl Deutschland verlassen. Das letzte Wort scheint jedoch noch nicht gesprochen.

Nach dem Vorfall zeugte die beschmierte Fassade weiter von dem Angriff. (Archivbild)
Nach dem Vorfall zeugte die beschmierte Fassade weiter von dem Angriff. (Archivbild)

Laut Informationen der BILD hat das Landesamt für Einwanderung (LEA) "aufenthaltsbeendende Bescheide" gegen zwei Iren, einen Polen und einen amerikanischen Staatsbürger ausgestellt. Der Amerikaner soll demnach sogar ausgewiesen werden.

Wie das Boulevardblatt am Mittwoch berichtete, reagierte das LEA dabei auf eine Weisung der übergeordneten Senatsinnenverwaltung. Das Landesamt hätte sich demnach selbst nicht für die Bescheide entschieden.

Gegen die Entscheidung wurden allerdings bereits Rechtsmittel eingelegt, wie die Senatsverwaltung für Inneres bestätigte. Weitere Einzelheiten zu den Aktivisten lagen aus Datenschutzgründen zunächst nicht vor.

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Am 17. Oktober 2024 hatte eine Gruppe von etwa 40 Vermummten das FU-Präsidium an der Kaiserswerther Straße in Dahlem gestürmt, um das Gebäude zu besetzen.

Körperliche Auseinandersetzung mit Mitarbeitern

Die Polizei nahm mehrere Besetzer fest. (Archivbild)
Die Polizei nahm mehrere Besetzer fest. (Archivbild)  © Jörg Carstensen/dpa

Als sich Mitarbeiter weigerten, ihre Büros zu verlassen, kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen. Bevor die Polizei mit einem Großaufgebot anrückte, schlugen die Angreifer Möbel und Elektronik kurz und klein.

Auf die Fassade des Gebäudes sprühten die Tatverdächtigen Parolen und das umgedrehte rote Dreieck, das von der Hamas genutzt wird, um feindliche Ziele zu markieren. Auch viele Sympathisanten nutzen es.

Nach der Attacke konnte die Polizei damals mehrere Personen festnehmen, anderen gelang die Flucht.

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Der Sachschaden wurde seinerzeit mit mehr als 100.000 Euro beziffert.

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