rbb muss Gürtel enger Schnallen: Mehr als 250 Stellen sollen gestrichen werden

Berlin - Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) muss in den kommenden Jahren drastisch sparen, denn die Ausgaben sollen um satte 22 Millionen Euro reduziert werden.

Dem rbb stehen einschneidende Änderungen ins Haus. (Archivfoto)  © Jens Kalaene/dpa

Zu diesem Zweck wurden den Mitarbeitern am Freitag etwa 150 Vorschläge für verschiedene Maßnahmen vorgestellt.

Eines der Ziele ist die Reduktion um insgesamt 254 Stellen im aufgeblähten Personalapparat des Regionalsenders. Dabei sollen betriebsbedingte Kündigungen möglichst vermieden werden. So will der Sender möglichst auf Vorruhestand und Aufhebungsverträge setzen.

Insgesamt sollen die Strukturen verschlankt und der Aufwand in Produktion und Verwaltung verringert werden. Das betreffe auch die Führungsebene. Zudem habe man vor, Organisationseinheiten zusammenzulegen.

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Ein Stellenabbau dieser Größenordnung bei Angestellten sowie freien Mitarbeitern ist bislang einmalig in der Geschichte der Sendeanstalt.

"Ein nachhaltiger Umbau des rbb ist unausweichlich, und er ist schmerzhaft", kündigte Intendantin Ulrike Demmer (52) an. Man wolle dabei aber so programmschonend wie möglich sparen, Änderungen seien jedoch unvermeidbar.

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Die Belegschaft hat nun die Möglichkeit schriftlich Stellung zu den Vorschlägen zu beziehen und alternative Maßnahmen vorzubringen. Ende Mai sollen dann weitere Gespräche mit den Mitarbeitervertretungen und den Gewerkschaften geführt werden.

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