Blut-Attacke am Holocaust-Mahnmal: Faeser will Täter "direkt aus der Haft abschieben"

Von Lena Klimpel

Berlin - Bundesinnenministerin Nancy Faeser (54, SPD) hat sich entsetzt über den mutmaßlich antisemitisch motivierten Angriff auf einen spanischen Touristen in Berlin gezeigt.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (54, SPD) kündigte harte Konsequenzen an.
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (54, SPD) kündigte harte Konsequenzen an.  © Bildmontage: Michael Bahlo/dpa, Paul Zinken/dpa

"Die Messerattacke am Berliner Holocaust-Mahnmal ist ein abscheuliches und brutales Verbrechen", sagte die SPD-Politikerin laut Mitteilung.

Sie forderte, der mutmaßliche Täter müsse mit aller Härte bestraft und "direkt aus der Haft abgeschoben werden". "Wer solche Taten begeht und den Schutz in Deutschland aufs Widerwärtigste missbraucht, der hat jedes Recht verwirkt in unserem Land zu sein."

Sie kündigte an, alle Wege zu nutzen, "um Gewalttäter wieder nach Syrien abzuschieben".

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Am Freitagabend hatte mutmaßlich ein 19 Jahre alter anerkannter Flüchtling aus Syrien im Stelenfeld des Holocaust-Mahnmals den spanischen Besucher von hinten mit einem Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt.

Nach bisherigem Erkenntnisstand sei es das Ziel des Angreifers gewesen, Juden zu töten, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Vor diesem Hintergrund sei auch die Auswahl des Tatorts erfolgt.

Dem Verletzten wünschte Faeser, "dass er wieder gesund werden kann". Sie dankte den Einsatzkräften der Berliner Polizei und den Rettungskräften.

Titelfoto: Bildmontage: Michael Bahlo/dpa, Paul Zinken/dpa

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