Marode A100-Brücke: So lange soll der Abriss dauern
Von Michel Winde
Berlin - Bagger Rollen an: Der Abriss der maroden A100-Brücke im Berliner Westen soll Anfang kommender Woche beginnen.

Derzeit liefen noch die Vorbereitungen, sagte der Sprecher der Autobahn GmbH Nordost, Ralph Brodel. An welchem Tag es dann genau mit dem Abbruch losgehe, sei noch unklar.
Unter anderem müssten vorher eine Baustraße angelegt, Höhenunterschiede ausgeglichen, Baucontainer aufgestellt und Absperrungen eingerichtet werden. 1000 Kubikmeter Kies sowie Matten für das Fallbett seien bereits vor Ort.
Damit sollten Schienen und Kabel, die unter der Brücke verlaufen, geschützt werden. So bleibe die Infrastruktur trotz herabfallender Betonteile unbeschädigt, sagte Brodel.
Wenn der Abbruch dann beginne, würden Baumaschinen mit riesigen Presslufthämmern die Brücke zunächst an bestimmten Stellen lockern.
Abriss soll bis Ende April abgeschlossen sein

Dann kämen sogenannte Knabberer zum Einsatz, die einzelne Betonteile von der Brücke trennen. Diese fielen dann kontrolliert in das Fallbett, wo sie weiter zerkleinert und dann abtransportiert würden, sagte Brodel.
Die Autobahn GmbH hatte Mitte der Woche mitgeteilt, dass die sogenannte Ringbahnbrücke am Autobahndreieck Funkturm bis Ende des Monats abgerissen werden soll.
Grund dafür ist ein schon seit Langem bekannter Riss im Tragwerk des Bauwerks, der sich überraschend vergrößert hatte.
Deshalb wurde die dreispurige Fahrbahn Mitte März kurzfristig für den Autoverkehr gesperrt. Etwas später wurde auch die unter der Brücke verlaufende S-Bahn-Trasse gesperrt.
Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa