Wegen Riss nicht mehr sicher: Ringbahnbrücke der A100 voll gesperrt
Von Mia Bucher
Berlin - Die Ringbahnbrücke der A100 im Westen Berlins wird am Mittwoch ab 20 Uhr in nördlicher Richtung aus Sicherheitsgründen voll gesperrt.

"Umfassende statische Untersuchungen und Begutachtungen von Sachverständigen haben heute ergeben, dass die Ringbahnbrücke nicht mehr befahrbar ist", wie die Autobahn GmbH des Bundes mitteilte.
Betroffen ist die nördliche Fahrtrichtung, dort, wo die A115 auf die A100 führt.
Weder eine zeitweise Teilsperrung noch provisorische Stützmaßnahmen könnten die erforderliche Sicherheit gewährleisten, erklärte der Leiter der Niederlassung Nord-Ost der Autobahn GmbH, Ronald Normann.
Verkehrsteilnehmer müssen mit weiträumigen Staus und Umleitungen rechnen. Nach Norden werde kurzfristig eine Baustellenverkehrsführung auf der Gegenfahrbahn eingerichtet. Die S-Bahn, die unter der Brücke durchfährt, kann den bisherigen Untersuchungen zufolge vorerst weiter fahren.
Berliner Autobahnbrücke: Riss hat sich vergrößert

Auch die Westendbrücke, die etwas weiter nördlich liegt und Teil der Stadtautobahn A100 ist, werde nach ersten Ergebnissen einer Prüfung vorsorglich aus dem Verkehr genommen. Betroffen sei der Streckenzug bis zur Auffahrt Knobelsdorffstraße.
Anfang März wurde festgestellt, dass sich ein bereits bekannter Riss in einem tragenden Bauteil deutlich ausgeweitet hat. Zuletzt war sie deswegen nur einspurig befahrbar.
Der Neubau der Brücke sei Bestandteil der Erneuerung des Autobahndreiecks Funkturm. Erneuert werden sollen 1,9 Kilometer der Autobahnen A115 und A100 sowie 25 Brückenbauwerke.
Erstmeldung: 18.53 Uhr, aktualisiert: 19.13 Uhr
Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa